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Über die Herausforderungen im Leben(Nr. 1, 7.Mai 2006)Unlängst wurde ich von der Südostschweiz- Zeitung angefragt, ob ich gerne Kolumnen für sie schreiben möchte. Da ich so etwas noch nie zuvor gemacht hatte, wollte ich genauere Informationen über diese Arbeit einholen.Nach einiger Zeit wurde mir der schwierige Entscheid, ob ich es tun soll, durch ein Mail abgenommen: Mein Zögern wurde ganz einfach ignoriert und mein Name stand neben anderen Leuten auf einer fertigen Liste. Was blieb mir anderes übrig, als mich an den Computer zu setzen und diesen Artikel zu schreiben.Ein tolles Gefühl meine Gedanken zu ordnen, denn derer gehen mir täglich tausende durch den Kopf. Eine Fülle von Bildern, Ideen, Farben, Theaterinszenierungen, Ausstellungen, Filme, interessante Leute, Stimmungen, Wege, Länder, Politik, Kultur bewegen meine Seele und nun soll ich mich auf ein Thema beschränken und über dieses schreiben. Da ich manchmal aus Zeitnot ungeduldig bin ist es wirklich eine echte Herausforderung. Ich finde vieles interessant und weiss nicht, wo ich anfangen soll. Darum versuche ich es nun mit einem einfachen philosophischen Gedanken.Das Leben ist zu kurz um alles zu verwirklichen, denn sobald wir uns in etwas vertiefen braucht es Zeit und Musse. Die Gefühle, Das Herzblut, die Leidenschaft, die Gedanken, müssen bei einer künstlerischen Tätigkeit dabei sein, sonst entsteht nichts Ganzes! Im Volksmund gibt es dafür einen einfachen treffenden Satz: Gut Ding will Weile haben.Zum Glück gibt es viele Künstler auf dieser Welt so erhalten wir die Gelegenheit eine Ausstellung von ihnen zu besuchen.Zurzeit kann man die Bilder von Henri Matisse in der Foundation Beyeler in Basel bewundern.Er ist der grosse Pionier der Moderne, der in seinen Farb-und Form Kompositionen die Möglichkeiten der Figuration bis an die Grenzen ausgeschöpft hatte. Er ist bis in unsere Zeit ein ungeheuer einflussreicher Maler geblieben.In einem kurzen Film über den Künstler konnte ich in Zeitlupe sehen wie die Pinselstriche seiner grossen Kunst entstehen. Da war ein sympathisches Zögern, Schwanken, Fragen festzustellen. Die Aussage des Künstlers dazu war, dass die Kunst ein immer wieder von neuem fleissiges Schaffen ist.Genau diese Worte bedeuten für mich jeden Tag also die Herausforderung anzunehmen, etwas Schönes in kleinen Schritten zu tun. Dies vertreibt übrigens auch die Ungeduld und macht die Seele zufrieden.
( die Kunst oder das normale Leben)- (nr.7, 26.Nov. 2006)Ganz zum Anfang eine Frage an Sie: Sind Sie manchmal in Ihrem Leben ein kleiner Schauspieler?Manche hätten den Wunschtraum Schauspieler besser gesagt, berühmt zu werden. Ist es doch ein Vergnügen im Kino einen tollen Film anzusehen der einem unter die Haut geht. Oder in ein Theater zu sitzen und einen tollen Musik-Komiker, zum Beispiel Flurin Caviezel zu bewundern. Was gibt es Schöneres als gemütlich zu sitzen, die ganze Welt zu vergessen und einen Abend zu geniessen? Anschliessend mit dem Künstler über Gott und die Welt zu philosophieren.Wenn man Flurin so zusieht, scheint es ein Leichtes zu sein, ein bisschen über verschiedene Dinge zu plaudern, Scherze auf eine witzige Art zum Besten zu geben. Charmant, musikalisch virtuos in die Tasten zu greifen, oder gar das Akkordeon zu spielen, ganz zu schweigen vom zusammengefalteten Alphorn, getoppt von einer winzig kleinen Wundergeige!Trügerisch ist die Leichtigkeit des Seins, denn dem Ganzen liegt eine lange fundierte Arbeit zu Grunde.Ansonsten sind Schauspieler ganz im Allgemeinen nur gut, wenn man ihnen jedes Wort glaubt das sie erzählen, besser gesagt, wenn jedermann glaubt, dass sie diese Figur oder Person die sie spielen in Wirklichkeit sind. Wenn Sie vergessen, dass es ein Spiel ist, dann erst wirkt es echt.Hier beginnt die Kunst: Ein Schauspieler sollte nicht spielen, denn sonst glaubt man Ihm nicht. Da er aber zum Beispiel kein Mörder, kein Dummkopf oder kein Taugenichts ist, muss er seine Rolle überzeugend spielen. Am besten kann er spielen, wenn er sich diese Rolle zu Eigen macht, damit es nicht gespielt aussieht.Wer kann so was noch verstehen? Spielen oder nicht spielen, das ist hier die Frage? Ist es gespielt oder ist es echt- möglicherweise echt gespielt!Vielleicht denken Sie drüber nach, wie auch immer, ich wünsche Ihnen weiterhin viel Vergnügen in echt gespielten Theaterstücken und Filmen, im Kino wie im Fernsehen.Können engagierte Theaterstücke etwas bewirken, gar die Welt verändern?Glauben Sie, dass ein guter Film Auswirkungen auf das Denken der Menschheit hat? Kann uns ein Film zu einer guten Tat bewegen? Können bewegte Bilder unsere politische Meinung verändern? Ich hoffe es jedenfalls sehr und wenn es auch nur für einen kurzen Moment ist.Tun Sie auch sonst eine gute Tat einfach so, vielleicht werden Sie damit in der heutigen Zeit berühmt. Viel Glück!
Musik, Jam Session(Nr. 1 '07, 21.Jan. 2007)Seit einiger Zeit findet jeweils am zweiten Dienstag im Monat im Capellerhof in Chur die "Musik" statt!Seit dem 1. Konzert im Jahre 2001 gehört der in Chur geborene Peter Räber zum Vorstand des Vereines www.churerjazz.ch und ist zurzeit dessen Präsident. Er ist Nicht-Musiker liebt aber den Jazz seit seiner Jugendzeit! Nach seiner Arbeit als Handelsregisterführers des Kantons Graubünden ist er nun seit gut einem Jahr glücklich pensioniert und kann sich deshalb seiner Leidenschaft, dem Jazz widmen. Koni Fausch ehemaliges Mitglied der Kantonspolizei ebenfalls pensioniert, ist für die Sponsorengelder dieser jeweiligen Konzerte verantwortlich.Fritz Trippel ist zum musikalischen Leiter dieser wunderschönen Tradition erkoren worden. Wer kennt Fritz Trippel nicht.....International bekannt hat er seinen Lebensunterhalt mit verschiedenster Art von Musik verdient. Da er auf der ganzen Welt in diversen Hotels gespielt hat, ist er mit unterschiedlichen Musikrichtungen vertraut.Von Ragtime über Boogie- Woogie zum Swing und Jazz lässt er seine Finger mit einer unerhörten Leichtigkeit über die Tasten gleiten.Virtuos und verspielt begleitet Fritz viele Musiker, die spontan erscheinen oder die er selber für diese Jam Sessions auswählt.Chur hat eine lang zurückliegende Jazzgeschichte, an dieser Fritz massgeblich beteiligt ist; die erste Jam Session fand im Jahre 1966 statt. Hat er doch früher mit den Harlem Ramblers, den Tremble Kids, den Sauterelles und noch vielen anderen zusammen gespielt. Auch vielen Jugendlichen hat er sein grosses Wissen über Musik zur Verfügung gestellt. Unter anderem war er noch Mitglied der Rockband: Sculptures! Man vergesse nicht sein eigenes Ensemble mit Oscar Klein.Wie er mir erzählt, kommt der Ausdruck Jam Session aus Afrika und bedeutet soviel wie: es hat so viele Musiker auf der Bühne wie Beeren in der Konfitüre. Das kommt daher, dass in den afrikanischen Dörfern jeder ein Künstler ist und ein Instrument spielt, es gibt gar kein Publikum!Ich bin glücklich darüber, dass ich zu einem solchen wunderbaren Abend mit verschiedenen Musikern als Gast eingeladen wurde. Ein tolles Ambiente, viele wunderschöne Begegnungen, eine inspirierende Stimmung und positive Energie haben den Capellerhof mit seiner aufmerksamen Bedienung zu einem Juwel in Chur verwandelt! Hoffentlich bleibt diese Tradition noch lange bestehen, let's swing again!
vom 2. Juni 2006 in Bern(Nr. 2, 11.Juni 2006)Meine Damen und Herren,Ich eröffne unsere Pressekonferenz mit einem Zitat von Albert Schweitzer.„Zwei Erlebnisse werfen Schatten auf mein Dasein. Das eine besteht in der Einsicht, dass die Welt unerklärlich geheimnisvoll und voller Leid ist; das andere darin, dass ich in eine Zeit des geistigen Niedergangs der Menschheit hineingeboren bin. Mit beiden bin ich durch das Denken, das mich zur ethischen Welt- und Lebensbejahung der Erfurcht vor dem Leben geführt hat, fertig geworden. In ihr hat mein Leben Halt und Richtung gefunden.“ (Ende Zitat)Als „desi“gnierte Bundesrätin erkläre ich ihnen jetzt warum ich für das Amt des Bundesrates kandidiere!Da ich von meinem Komitee vorgeschlagen wurde habe ich mich als engagierte, politisch interessierte Schweizer Bürgerin, nicht verweigert. Ich kandidiere, um der vereinigten Bundesversammlung eine echte Wahl zwischen zwei Kandidatinnen zu ermöglichen.Ich würde das Amt der Bundesrätin gern übernehmen um mich ernsthaft für unser Land und vor allem für die armen Leute einsetzen zu können.Politik ist für uns Menschen da und nicht umgekehrt, es soll uns allen gut und besser gehen. Als soziales Wesen habe ich ein gutes Gespür für Gerechtigkeit und ausgewogene Lösungen. Ich wünsche mir mehr Gefühl in der Politik, es geht nicht um links oder rechts, sondern darum, dass wir keine Angst vor der Zukunft haben müssen.Da ich über genug Lebenserfahrung und die nötigen Führungsqualitäten verfüge arbeite ich teamorientiert und bin konsensfähig.Ich bin parteilos und politisiere lieber sachbezogen als ideologisch. Als Parteimitglied wäre ich einer Parteidoktrin verpflichtet. Bundesräte aber müssen nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden. Deswegen ist die Partei im Bundesrat eher unwichtig!Mein Bestreben ist es, mich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Ich argumentiere mit meinem gesunden Menschenverstand und habe mein Herz( hoffe ich wenigstens) auf dem rechten Fleck! (nicht politisch zu verstehen)Nur eine von vielen Fragen zu diesem Thema:Warum leben die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze, während andere im Luxus ertrinken?Viele fähige frühere Bundesräte kamen nicht aus dem Berner Politkuchen, wie zum Beispiel Willi Ritschard oder Ruth Dreifuss.Ronald Reagen war ein Schauspieler und hat mit Gorbatschow den kalten Krieg beendet. Bill Clinton, der Musiker, hat diese Politik erfolgreich weitergeführt. Das beweist, dass Künstler gute Politik machen können.Quereinsteiger- und Steigerinnen politisieren ohne Scheuklappen und bringen frischen Wind in festgefahrene Diskussionen.Darum möchte ich an dieser Stelle meinem Komitee danken und ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung stehen.Ich übergebe das Wort nun dem Pressesprecher Ernst Born!
Bedenkliche Bilanz(Nr. 2 '07, 18.Feb. 2007)Oh wie ist unser Herz vom Klima erwärmt! Schade dass Bush unser bester „Pingpongspieler“ der Welt, sich nur als Zuschauer „Präsidentiert“, wo er doch so viel Macht und Einfluss hätte!Da tröstet uns, dass wir oft mit schönen Namen wie Alpha, Wilma, Katharina überschwemmt werden, freuen wir uns doch des Wassers das noch auf uns zu- kommt.„Wefhalb“ wird wohl nur viel geredet und wenig unternommen; vielleicht weil alles nicht Davo“s“ läuft. Wir haben jede Menge Zeit, verpassen Wichtiges mit Leichtigkeit sind ignorant und umweltschnöd, vielmehr auf schweizerdeutsch gesagt so blöd! Unser Planet ist voller Wunder, warum denn nur so negativ; haben wir doch AKWs die gut funktionieren und ist es nicht eine Bombe mit dem Atom?Es lebt sich bestimmt viel angenehmer, wenn alle Bäume endlich weggestorben sind, so vergeuden wir nicht ständig Zeit mit dem aufwischen der Herbstblätter. Wälder können betoniert werden und wir haben Platz um mehrspurige Autobahnen zu bauen. Sauerstoff und die Luft zum atmen können wir mit Sicherheit in Büchsen konservieren und gezielt an jeden Menschen in Dosen abgeben.Was sollen wir uns in Angst und Zweifel hüllen, bald können wir auf den Mond!Dort „schwerelosen“ wir sicher weiter vor uns hin und bestimmt fällt uns auch irgendetwas ein um den schönen Mond zu vernichten. Falls es noch andere Planeten in diesem kostbaren, unvorstellbar unendlichen Weltall gibt gilt es diese auch noch zu erobern und zu „meterorisieren“.Die Sonne erlöschen wir mit Wonne.Jetzt noch auf der Welt wo der Frühling schon im Winter ist, sparen wir Zeit und sind deshalb bereit die Erde im Jahre 2030 untergehen zu sehen.Hauptsache wir sind bis dann viel Auto gefahren, viel in der Welt herumgeflogen, haben die Hälfte der Menschen verhungern lassen und haben viel Waffen gebaut, um Kriege zu bestehn. Haben uns belogen, gut betrogen alle Religionen zu Nichte gemacht und die Wertvorstellungen an irgendwelche Falschhändler verkauft. So gesehn - ist Macht und Gier eine eine wunderbare Zier! Von Zynik keine Spur... nur....was sollen unsere Kinder denken und vor allem noch erleben?????
Zeit(Nr. 3, 9.juli 06)Die Zeit bietet die Gelegenheit über die Zeit zu schreiben. Wenn sie nämlich vergeht habe ich keine Zeit mehr um mit der Zeit zu gehen. Mit der Zeit kommt Rat, aber in der Zwischenzeit ist mir die Zeit zu kurz und manchmal erinnert mich die Zeit an die Vergangenheit.Fangen wir bei der Urzeit an, wo die Dinosaurier wahrscheinlich ohne Uhrzeit zeitlos vor sich hin lebten.Die Zeit hat ihre Geschwindigkeit, sie vergeht im Flug obwohl sie gar nichts tut!Die Zeit beginnt wo die Zeit zerrinnt (Dali). Mit der Zeit geht vielleicht auch die Zeit mit der Zeit. Die Zeit drängt, die Zeit trügt, die Zeit genügt, die Zeit steht still, die Zeit macht was sie will.Eine Friedenszeit für die Menschheit auf der ganzen Welt, das wäre ein Sieg!Die Zeit fliesst durch das Land, die Zeit liegt auf der Hand, die Zeit ist unerhört, die Zeit hat vieles zerstört.Vielleicht ist hier der richtige Zeitpunkt um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass Sie sich zwischendurch mal richtig Zeit nehmen sollten, um über Ihr Leben nachzudenken. Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber das Leben ist kurz und Sie sind sich schliesslich der oder die Nächste. Somit die wichtigste Person auf der Welt. Ist es nicht Zeit um unerfüllte Wünsche zu verwirklichen? Dann bekommt ihr Zeit ein neues Gewand!>Die Frühlingszeit ist manchmal wohlgemut. Zeitreise fern von Heimatluft, Oleander Spaniens Blütenduft. Ich freu mich auf die Sommerzeit wo alle Hochzeit feiern. Da nehme ich beruflich eine Auszeit damit ich für die wiederkommende Arbeitszeit auch die Freizeit gut einteilen kann. Mit einer langen Flugzeit reise ich nach Übersee.Wenn die Ferienzeit zu Ende geht kommt die Jahreszeit wo die Herbstzeitlosen blühen und der Eiszeit entgegen gehen. Meist eine depressive Zeit, wenn's dunkel wird und die Winterzeit beginnt!Wir wollen die Zeit noch geniessen bis zur Ewigkeit.Die Zeit ist eine Erfindung der Menschheit und wenn wir keine Zeit mehr haben, verlieren wir die Kontrolle über die eigene Schöpfung der Zeit!Ich kann mir vorstellen, dass Ihnen dieses Geschreibsel über die Zeit mit der Zeit auf den Wecker geht- stellen Sie die Weckerzeit einfach um!Also nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie's nochmals und wenn Sie's nicht verstanden haben, haben Sie Ihre Zeit vergeudet. Sie sollten Ihre Zeit nicht zum Fenster rauswerfen, machen sie das Fenster zu und geniessen Sie die Zeit in Ruh! Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Zeit!
Die Umkehrung (Nr. 3/07, 18. März 2007)
Da fand ich gar kein Thema mehr für die Kolumne hier im März, ja das beängstigt mich nun sehr. Sie, nein das ist kein Scherz!Alle Zeitungen sind voll geschrieben ich sitz und les den ganzen Tag, kein Thema ist mir noch geblieben, zu schreiben ich nicht mehr vermag.Alle Hefte sind auch voll mit Boulevard und Alltagsschrott, Musikstar und anderen Geschichten, wir kommen niemals aus dem Trott,ich finde das nicht toll.Börsencrash nun ist aktuell nach dem schlimmen Klimawandel, eine Aufregung nach der andern, schnell- das fühlt sich an wie Menschenhandel. Stetig ist die Angst im Spiel, unsereiner kann nicht fassen solch schlechte Informationen, viel- leicht sollten wir's belassen, jeden Tag zu lesen, denn morgen ist's gewesen. Schnee von gestern liebe Schwestern- dies steht hier nur um des Reimes Willen, natürlich mein ich auch die Männer, sicher muss ich meinen Wissensdurst noch stillen. Ich kenne nun Ruth Genner. Sie ragt weit über uns hinaus, will kein AKW, ist für Gerechtigkeit, sie verdient ein richtiger Applaus, sie ist menschlich, wie auch sehr gescheit.Aber unser Fulvio Pelli“gopfertelli“, entschuldigen Sie den Fluch, ist sehr nett und so gediegen, war in Basel zu Besuch. Ich fragte ihn so als Option wie es steht mit unserer Welt, das Problem ist Korruption, ganz einfach unser liebes Geld. Die Armen wollen reicher werden, die Politik nicht einfach ist; den Reichen macht dies auf Erden, viel Beschwerden!Nun, wer reich ist oft vergisst die ganz normalen Alltagssorgen, plant AKW's, jeder fühlt sich gern geborgen, den Müll unter die Erde kehrt.Ist das noch zu verstehn mit ganz gewöhnlichen Gedanken, von Politik ganz abgesehn- geht's da auch wieder nur um Franken?Wie ist unsere Welt entrückt, einem Zyklus unterworfen nur, >vielleicht, hör ich ganz entzückt, ist es die ganz normal biologische Struktur. Alles was geboren wird, geht dem End entgegen. So ist es auch mit unserem Planet. Nicht die Menschen sind so schlecht nein, er, ganz von sich aus geht. An einen anderen Ort, wo die Menschen nicht mehr weilen, schlicht und einfach fort, um den Reichtum mit anderen Lebewesen nun zu teilen.Recht hat er, denn wir schwätzen, gieren unvernünftig, können ihn nicht schätzen- unseren Planeten, er wird sich richten künftig!Das ganze hier, ist als Gedicht zu lesen, gereimt der Rhythmus und ein Schwung,ich hoff so sehr, es komme doch noch eine Umkehrung!
Rätsel: Um welches Land handelt es sich?(Nr.4, 6.Aug. 2006)Wenn die Wellen in der Regenzeit mit grosser Kraft ans Ufer schlagen, lässt es sich am Meer nicht wirklich gut schlafen. Dieses unheimliche Geräusch lässt im Dunkeln alle Fantasien spielen. Giftschlangen, grosse Krabben und vor allem Mücken tummeln sich um uns Menschen; wer weiss ob sie's genau auf dich persönlich abgesehen haben, wenn du grad in der Nähe weilst. Das Faultier jedoch erfreut und räkelt sich im Regen, denn weit oben in der Baumkrone bleibt es von Sturm und Wellen wohl verschont. Die Mücken surren um die Wette und stechen ohne Skrupel wild drauflos. Zum Glück haben die grossen Krabben gleichviel Angst vor uns Menschen wie wir vor ihnen und rennen weg, bevor wir sie nur richtig bewundert haben.Die übliche Morgenüberschwemmung im Garten, ein typisches Bild für die Regenzeit im Sommer, dämmert im Glanze der Sonne. Wenn nicht jeden Tag gereinigt, gehegt und gepflegt wird, faulen sogar ganze Häuser vor sich hin.Der durch die Wände geblasene Wind, lässt sogar Kühlschrank und Kochherd rosten. Die „ meerige „Salzwasserluft nagt an allen Ecken und Wänden. Holzwände lösen sich langsam auf, abgenagt vom Zahn der Zeit!Nur eine breite Strasse führt von der Hauptstadt über kurvige Berggebiete durch den dichten Regenwald. Weiter gegen Süden des Landes wird die Strasse enger und viele tiefe Löcher müssen umfahren werden. Immer wieder deutet ein gemaltes Herz auf ein verunfalltes Menschenleben hin. Unzählige dieser Herzen sind zu zählen da die Fahrweise dieser Leute zum Teil milde gesagt chaotisch oder anders ausgedrückt, sehr kreativ ist. Rotlichter werden nur nach Lust und Laune eingehalten; wenn auf der Gegenseite kein Auto kommt wartet keiner gerne. Diese intuitiv, spontane Art drückt sich auch in der Musik aus. Es wird mit zum Teil selber gebauten Instrumenten musiziert und dazu gesungen. Auch wenn die Tonlage des Gesanges nicht genau stimmt stört das keinen und aus dem Rhythmus lässt man sich deswegen schon gar nicht bringen. Mitreissend ist die Stimmung und ansteckend die gute Laune!Umso beeindruckender wenn man weiss, dass viele dieser Leute unter dem Existenzminimum leben und deshalb zum Teil in jämmerlichen Hütten wohnen. Die Idee im Garten einer abwesenden Schweizerin die dort ein Haus hat, eine Wohnhütte zu bauen, kann wohl nur aus grosser Not entstehen. Es ist das einzige Land das ohne Armee auskommt; bemerkenswert!
„Bunter Kunst“ Apero(Nr. 4 '07, 15.April 2007)
Nichts ist schöner als das Schwelgen in der Vergangenheit. Bilder, Erlebnisse revuepassieren lassen, Fotos mit alten Erinnerungen auffrischen; kurz alles zum Schönen umwandeln in der Fantasie! Ist es nicht so, sogar die schlechten Ereignisse verschönern sich in der Erinnerung, hatten Ihren Sinn und waren für den Lebensweg entscheidend. Vieles ist eh wir's wahrgenommen haben schon wieder vorbei, schnell geht die Zeit und schon ist's Vergangenheit.
Wie gerne schwelge ich ganz persönlich in vergangenen Zeiten wo es noch ein „Kunsterbunt“ gab. Viele Jugendliche von Chur hatten sich jeweils beteiligt und mit Ihrem ganzen Herzblut mitgewirkt. Wir haben getanzt, gesungen, Theater gespielt, Gefilmt, Kostüme genäht, organisiert und Vieles mehr. Einige von ihnen sind von Chur weggegangen zum Studieren, einige sind Mütter geworden, andere gehen ihrem Beruf nach. Doch habe ich grad letzthin Toni und Marlies Schädler getroffen, er unser damals gosser „Performance- Vater“ von Tanzstadt Chur im Stadttheater. Lang ist's her, und nun ist seine Nichte Ella Schädler auf dem Weg zur internationalen Tänzerin. In Rotterdam studiert sie den Tanz und alle sind mit Recht stolz auf sie. Ich gratuliere ihren Eltern , die sie in diesem schwierigen Beruf unterstützen. Auch Ivo Bärtsch ist ausgewandert um sich dem Tanz zu widmen, zum Glück kehrt er ab und zu zurück um uns mit seinen Künsten zu erfreuen. Celine Bardi ein aussergewöhnlich begabtes Mädchen, hat sich im Nu in die Oberste Liga hinaufgetanzt; wie habe ich mich gefreut sie im Benissimo zu bewundern und ganz zu schweigen von ihrer internationalen Karriere als Tänzerin. Noelle Kuhn schon lange berühmt, ist zum Glück auch ab und zu mit ihren Choreographien und ihrem Tanz im Churer Stadttheater zu sehen. Fabienne Heine hatte sich sofort in die TV Sendung VIVA hineingetanzt. Guido Stocker einer der ersten Tänzer hatte sich in Köln einen Namen gemacht. Einige andere gäbe es noch um aufzuzählen und ich würde mich freuen von Euch etwas zu hören, um ein Kunsterbunt Revival zu feiern.
Um nicht nur in der Vergangenheit zu schwelgen, haben sich Angi Wolf und Marietta Schlegel bereit erklärt bei der Organisation eines Bunten Kunstapero's mitzuhelfen. Auch Pit Wolf unterstützt uns mit seiner grossartigen Fotokunst!
Darum starten wir am 21. Mai ein „BUNTER-KUNST“APERO im Studio R.
Ich freue mich viele von Euch wieder zu sehen!
""(nr. 5, 1.Okt. 2006)Eine Frauengruppe namens „Speck muss weg“ trainiert für einen Auftritt!Lustig haben sie's, nach dem Training etwas trinken ist die eigentliche Motivation ihrer Zusammenkunft! Das Leben halt gibt viel zu reden, wenn die Jahre wechseln.Zehn sind sie an der Zahl und alle ganz verschieden.Dünn und dynamisch ist die eine, sie ist froh und fit wie keine.Die andre mollig frohgemut und aufgestellt, sie ist von einer ganz besonderen Welt. Die dritte hager und gescheit, bildet die Kinder mit ihrem Horizont ganz weit.Die vierte politisch engagiert, besorgt dass keine ihren Infofaden ganz verliert.Die fünfte modisch und perfekt, zurückhaltend für die andern unentdeckt.Von Tanz begeistert der sechsten ihren Lohn, ein echter Tänzer wird ihr Sohn.Bunt und crazy ist die siebt nach einer Pause zurück, weil sie die Gruppe liebt.Die Achte ganz auf Sauberkeit bedacht, nur in den geputzten Spiegel lacht.Die Neune nicht mit Scherzen spart, zu viel trainieren ist zu hart.Die Zehnte noch zu guter Letzt, von Ort zu Ort auch manchmal hetzt.So ist die Zusammensetzung nun bekannt und diese Gruppe ihren Auftritt plant.Für diese Vorführung wird ein ganzer Tanz zu ausgesuchter Musik einstudiert.Koordination, Kombinationsvermögen, Geschwindigkeit, Rhythmusgefühl, Musikverständnis, Eleganz und Charme, all dies will trainiert sein. Dies ist eine harte Arbeit und fordert viel Disziplin. Deshalb ist es den Frauen oft zu viel und die eine oder andere bleibt manchmal fern von diesem Treiben.Die dünne, ganz gescheit und hell, kann ihre Schritte heiter schnell.Die mollig froh braucht etwas länger, hat ab und zu ein kleiner Hänger.Die Dritte ziemlich schüchtern, betrachtet die Sache eher nüchtern.Die Vierte politisch informiert, lieber wichtigeres studiert.Die Fünfte glänzt mit Abwesenheit, in ihren Augen ist dies sehr gescheit.Die Sechste immer vorn dabei, es ist ihr gar nicht einerlei.Die Bunte gute Laune bringt, mit Charme die Fehler überspringt.Die Achte gibt sich alle Müh, doch für den Auftritt findet sie, ist es noch zu früh.Die Neune will sich gar nicht produzieren, man könnte noch den Ruf verlieren.Die Zehnte ist nach aller Hetzerei, schlussendlich fröhlich doch dabei.Nun, wie kriegen sie das alles unter einen Hut? Da braucht es wirklich frohen Mut!Sie machen sich da keine Sorgen, verschieben schlicht die Sach auf morgen.Ja das Gute liegt so nah, die Jahre sind zum Wechseln da!
halbleer-volles Herbstglas(Nr. 6, 29.Okt. 2006)Heute zeigt sich die Welt von ihrer grauen Seite. Der Regen plätschert gnadenlos aufs Dachfenster, niemand ruft an, keiner hat geschrieben. Kaum ein Geräusch am Himmel, die Erde schweigt im düsterdunkelgrau und schaut dem Herbst entgegen.Die Konzentration ist auf traurige Gedanken fokussiert; wo könnte denn ein Lichtblick sein, wo ein Ausweg aus dieser Spirale von Trübseligkeit?Atomtestmeldungen aus Korea, Russische Journalistin ermordet, Kriegsgeschädigte in Israel und Libanon, Erderwärmungsgefahr, Überschwemmungen, Erdbeben, Kind in Kühlschrank gefunden usw.....Meldungen über Meldungen die uns mit Grauen erschrecken, die niemals zu verstehen sind! Wie soll man da an etwas Gutes glauben, vor allem wenn man weiss, dass die meisten Kriege Religionskriege sind? Ein schwieriges Unterfangen auf dieser Welt zu leben, vor allem guten Mutes zu sein und etwas Positives zu tun.Etwas Gutes tun wäre vielleicht: Die Zeitung nicht zu lesen, das Radio nicht anzustellen, die Tagesschau nicht anzusehen, denn es gibt so viele wunderschöne Orte in unserer kleinen Schweiz. Da ist die „Welt“ noch in Ordnung!Auch im Ausland habe ich nie eine Messerstecherei gesehen, bin noch keinem Krieg begegnet, habe noch nie an einer Überschwemmung teilgenommen, auch hat es in meinem Kühlschrank keine Kinder.Da stellt sich jetzt die Frage: Ist es eine Frage des halbleer- oder vollen Glases?Warum ist die Welt so schlecht, sind es die Medien die uns mit Katastrophen überhäufen, oder sind es auch unsere trüben Herbstgedanken die uns steuern? Müssen wir alles glauben was geschrieben wird, wem kann man noch vertrauen?Wie sollen wir uns am Positiven halten, wenn es die gescheitesten Politiker nicht schaffen die Welt zu verändern? Sollen wir resignieren oder alles ignorieren, auf die Barrikaden steigen oder einer Hilfsorganisation beitreten, beten wenn die Religion Krieg verursacht, oder teilnahmslos zusehen? Bei so vielen ungelösten Fragen macht sich Ratlosigkeit breit.Der einzige Ausweg scheint in unserer eigenen kleinen Welt zu ruhn, etwas Schönes und sinnvolles zu tun!
( die Kunst oder das normale Leben)- (nr.7, 26.Nov. 2006)Ganz zum Anfang eine Frage an Sie: Sind Sie manchmal in Ihrem Leben ein kleiner Schauspieler?Manche hätten den Wunschtraum Schauspieler besser gesagt, berühmt zu werden. Ist es doch ein Vergnügen im Kino einen tollen Film anzusehen der einem unter die Haut geht. Oder in ein Theater zu sitzen und einen tollen Musik-Komiker, zum Beispiel Flurin Caviezel zu bewundern. Was gibt es Schöneres als gemütlich zu sitzen, die ganze Welt zu vergessen und einen Abend zu geniessen? Anschliessend mit dem Künstler über Gott und die Welt zu philosophieren.Wenn man Flurin so zusieht, scheint es ein Leichtes zu sein, ein bisschen über verschiedene Dinge zu plaudern, Scherze auf eine witzige Art zum Besten zu geben. Charmant, musikalisch virtuos in die Tasten zu greifen, oder gar das Akkordeon zu spielen, ganz zu schweigen vom zusammengefalteten Alphorn, getoppt von einer winzig kleinen Wundergeige!Trügerisch ist die Leichtigkeit des Seins, denn dem Ganzen liegt eine lange fundierte Arbeit zu Grunde.Ansonsten sind Schauspieler ganz im Allgemeinen nur gut, wenn man ihnen jedes Wort glaubt das sie erzählen, besser gesagt, wenn jedermann glaubt, dass sie diese Figur oder Person die sie spielen in Wirklichkeit sind. Wenn Sie vergessen, dass es ein Spiel ist, dann erst wirkt es echt.Hier beginnt die Kunst: Ein Schauspieler sollte nicht spielen, denn sonst glaubt man Ihm nicht. Da er aber zum Beispiel kein Mörder, kein Dummkopf oder kein Taugenichts ist, muss er seine Rolle überzeugend spielen. Am besten kann er spielen, wenn er sich diese Rolle zu Eigen macht, damit es nicht gespielt aussieht.Wer kann so was noch verstehen? Spielen oder nicht spielen, das ist hier die Frage? Ist es gespielt oder ist es echt- möglicherweise echt gespielt!Vielleicht denken Sie drüber nach, wie auch immer, ich wünsche Ihnen weiterhin viel Vergnügen in echt gespielten Theaterstücken und Filmen, im Kino wie im Fernsehen.Können engagierte Theaterstücke etwas bewirken, gar die Welt verändern?Glauben Sie, dass ein guter Film Auswirkungen auf das Denken der Menschheit hat? Kann uns ein Film zu einer guten Tat bewegen? Können bewegte Bilder unsere politische Meinung verändern? Ich hoffe es jedenfalls sehr und wenn es auch nur für einen kurzen Moment ist.Tun Sie auch sonst eine gute Tat einfach so, vielleicht werden Sie damit in der heutigen Zeit berühmt. Viel Glück!